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Thema kuh

Die dominante Kuh macht MU- eine Glosse von Luise F. Pusch
Eine kleine Glosse über Begrifflichkeiten rund um das Rind aus dem Jahr 2011.

Irgendwann im Malkurs haben alle "Kühe" gemalt. Das Thema berührt uns positiv auf einer sehr tiefen emotionalen Ebene. Wir erinnerten uns wieder: auch Kühe tragen Hörner-selbst wenn die "moderne" Massentierhaltung sie enthornt, angeblich um die Verletzungsgefahr im Stall dicht gedrängter Rinder zu verhindern.

Rinder sind vielfältig!

Es gibt zahlreiche verschiedene Rassen, allein in Deutschland, zeigt eine Zusammenstellung der Justus-Liebig-Universität Giessen. Mehr zum Thema Kuh  das Kuh-Projekt.

Die feministische Doppelaxt, wie die Mary Daly sie beschreibt, habe ich zwischen den aufstrebenden Hörnern der Mutterkuh01 gefunden. Dieses Zeichen nutzte auch bereits das minoische Kreta

(siehe Deckblatt des Reiseführers von Beat Schneider).

 

Das war aufregend für mich, als ich angefangen habe Kühe zu malen: die Tatsache wieder zu entdecken: KÜHE TRAGEN HÖRNER. Auch die weiblichen Rinder tragen Hörner!

Begonnen mit dem Kühe malen habe ich im Freien Malen bei Simon Maier. Eine von uns fing damit an, und das war so ansteckend, dass wir zeitweise ALLE Kühe gemalt haben. Es geht immer noch weiter! Derzeit malt Peter eine ganze Herde. Und sogar Simon ließ sich anstecken! Irgendwie wirken Kühe auf uns auf einer sehr tiefen Ebene stillend, freundlich und zugewandt: die Empfindung wohlwollender, allumfassender, ganzheitlicher, starker, fraulicher, wehrhafter  Mütterlichkeit zeigt sich uns in der Kuh. >>

Wikipedia hat mich einmal mehr (nicht immer!) aufgeklärt über Beuys' "Soziale Plastik" und was passt besser zu meinem KUH-Thema als die Idee der "Solidarischen Landwirtschaft". Warum wusste ich seither nichts davon? Lieber spät als nie! Gibt's leider noch nicht auf der Ostalb, die nächstliegende ist in Gründung in Nürtingen. Wär das was?

Zwischen Kuhhörnern formt der Himmel die Doppelaxt, ein Symbol von Frauenfreundschaft wider patriarchöse Doppelmoral.

"Das liebe Vieh" ist ein Dokumentarfilm von Bertram Verhaag aus dem Jahr 2013. Es kommt ein Bauer zu Wort, der seine Rinder nicht mehr enthornt und Dank artgerechter Tierhaltung seinen Gewinn trotz vermindertem Umsatz steigern konnte.

Das Kuh-Projekt. http://www.kuh-projekt.de/Buch/kalender_ganze_kuehe.html

Impressum: S. Goldscheider

Rinderkult im NEOLITHIKUM

Quelle Bild:

Wikimedia commons

http://commons.wikimedia.org/wiki/%C3%87atalh%C3%B6y%C3%BCk?uselang=de

 

Gabriele Uhlmann hat sich wissenschaftlich mit den Grabungsarbeiten in der ältesten Stadt der Welt, Catal Höyük (Türkei) befasst. Zitat: "Die Urgeschichtsforscherin Marie E.P.König wies darauf hin, dass in Kulthöhlen, in denen naturalistische Tiermalereien zu finden sind, z.B. Lascaux, die Tiere in der Seitenansicht stets perspektivisch und in den Proportionen richtig dargestellt wurden, das Gehörn jedoch stets in Frontalansicht abgebildet ist. Damit käme vor allem dem Gehörn besondere Bedeutung zu.
Der Stier/die Kuh und andere gehörnte Tiere, wie z.B. Widder stehen unter anderem mit dem Kult der Mondgöttin wegen der Ähnlichkeit eines Gehörns mit der Mondsichel in Verbindung. Dies ist später z.B. für die sumerische Inanna belegt und in der Kulturgeschichte weitgehend anerkannt. In einer Beschwörung der Göttin Ishtar wird sie ausdrücklich selbst als der Stier angerufen: "(...) Irmin-Göttin du, dein zornrasendes, wildaufgebrachtes /Herz beruhige sich gegen mich, du zornmütiger Stier, /dein Gemüt besänftige sich gegen mich! (...)." (aus: Sonja Rüttner-Cova, 1998)

 

Marija Gimbutasgab zu bedenken, dass auch Kühe Hörner tragen. Gehörn, besonders das der Rinder, und männliche Kraft stehen deshalb gar nicht so dicht beieinander. Viele als Stiere angesprochene Tierdarstellungen seien bei kritischem Hinsehen Kühe. So können tatsächlich auch in Çatal Höyük Bukranien nicht immer zweifelsfrei durch BiologInnen als von einem männlichen Tier stammend identifiziert werden. Eine genetische Untersuchung wäre sehr wünschenswert, denn für die Interpretation ist dies von großer Bedeutung.

Marija Gimbutas (1991, 1996, S. 256) hat die interessante Beobachtung Dorothy Camerons rezipiert, die während der ersten Ausgrabung in Çatal Höyük eine Ähnlichkeit der weiblichen inneren Geschlechtsorgane mit einem Bukranion feststellte. Sie sieht darin die Verbindung der Großen Göttin zum Stier hergestellt und deutet den Stierkopf als Symbol der Lebenserneuerung. Graphik von Dorothy Cameron Die Deutung der Bukranien als Uterussymbol setzt natürlich auch voraus, dass die Menschen die inneren Organe der Frau untersucht haben. Dies ist aufgrund der Skelettfunde und der Bestattungsriten (s. ab 3.2.8.) tatsächlich nicht auszuschließen.

Anzumerken ist hierbei, dass dieser Deutung der Bukranien zufolge eine weiterere Ausdrucksform der Großen Göttin als Kuhgöttin gegeben wäre. Marija Gimbutas (1991, S.134) führt beispielhaft die Mutter der Kühe und der Milch an, die in der lettischen Folkore eine große Rolle spielt. Die keltische Muttergöttin Verbeia sei auch als "She of the Cattle" verehrt worden, vergleichbar der der irischen Heiligen Brigit, dies obwohl sie primär eine Schlangengöttin sei. In Bezug auf die Ikonographie der Symbolik der Großen Göttin sprach Marija Gimbutas aber explizit von Stieren (bulls)."

 

Quelle: http://www.gabriele-uhlmann.de/grosse_goettin_2.htm#ksb

ALTsteinzeitliche Malerei

Abbildung von Rindern und anderen Geweihträgern in der Höhle von Lascaux, Wikimedia Commons http://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Lascaux?uselang=de

 

Wikipedia 5.11.2014:
"Die jungpaläolithische Höhle von Lascaux im französischen Département Dordogne enthält einige der ältesten bekannten abbildenden Kunstwerke der Menschheitsgeschichte. Ihre Höhlenmalereien lassen sich der frankokantabrischen Höhlenkunst zuordnen.

Die Höhle von Lascaux gehört seit 1979 zum Weltkulturerbe der UNESCO."

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